Donnerstag, 7. März 2013

Eine Geschichte sind viele Geschichten

Jede Geschichte hat ihre zwei Seiten. Es können aber auch mehr sein. Genau wie die Schönheit liegt auch das Verstehen einer Geschichte im Auge des Betrachters. Eine erzählte oder geschriebene Geschichte verwandelt sich in den Köpfen der Menschen zu beweglichen Bildern. Und diese sehen bei jedem Menschen anders aus. Sie selbst bleibt immer die gleiche, wie sie verstanden oder gesehen wird ist eine ganz andere Geschichte.

Der Erzähler hat seine ganz spezielle, pesönliche Sicht der Dinge. Diese hat aber auch der Zuhörer. Er gestaltet diese Geschichte in seinem Kopf nach den eigenen Erlebnissen. Es ist nicht gleichzusetzen, dass der Zuhörer die vom Erzähler erlebte Geschichte genau so sieht. Die Unterschiede können klein, aber auch groß sein.

Es ist also die Aufgabe des Erzählers, wie genau er diese den Menschen näher bringen kann damit annähernd ein Verständnis entsteht. Es wird sich nicht der gleiche Film in den Köpfen aller Zuhörer abspielen. Jeder Kopf ist ein eigener Kinosaal.

Und so bekommt jede Geschichte in den Gedanken der Menschen ihre eigene Geschichte. Dort kann dann Jeder seine Geschichte beliebig verändern und gestalten. Damit hat man eine Vielseitigkeit, die seinesgleichen sucht. Es hat also durchaus sein Gutes, dass jede Geschichte mindestens zwei Seiten hat. Somit ist sie nicht mehr nur die des Erzählers. Sie hat sich vermehrt und verändert.

Es wäre schon sehr langweilig, würde Jeder die gleichen Gedankengänge haben. So wird unsere Welt wieder ein Stück facettenreicher und bunter... 

Kommentare:

  1. Genau! und auf den Ton kommt es natürlich auch drauf an, wie man etwas dem Empfänger übermittelt. :)
    lg Manu

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    1. Ja, der Ton macht natürlich auch die Musik. Den Inhalt finde ich sehr wichtig. Aber am interessantesten ist für mich, wie der Erzähler seine Geschichte darstellt und wie der Zuhörer :-)
      lg
      Danny

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  2. Da hast du absolut recht lieber Danny!
    Was im Hinblick dazu auch sehr interessant ist > beispielsweise die Auffassung und Interpretation der Weltgeschichte und Religionen. Diese wurden meist genauso von einer Person an die nächste mündlich weitergebeben und haben höchst wahrscheinlich nicht mehr viel mit der Wahrheit und ihrem ursprünglichem Inhalt gemein. Irgendwie erschreckend das der Großteil der Menschheit sich auf diese schwammigen Überlieferung stützt und ihr ganzes Leben danach richtet aber naja … ich will jetzt nicht zu weit abschweifen hihi danke dir auf jeden Fall wieder für diesen Denkanstoß ;)

    Knutsch N.
    Sleepless In HighHeels

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    1. Das stimmt ganz genau. Es ist erlaubt skeptisch dem gegenüber zu sein, was einem erzählt wird. Ob die Quelle dieses Wissens zuverlässig ist darf bezweifelt werden. Man kann sich nicht einmal auf die eigenen Erinnerungen immer verlassen. Und an die Entstehung der Weltgeschichte oder der Religionen existieren keine Erinnerungen in den Köpfen der Menschen. Sie verlassen sich auf ihre Richtigkeit ohne diese zu hinterfragen und, wie du hier richtig schreibst, richten sie ihr ganzes Leben danach. Ein wenig Nachdenken ist imemr erlaubt. Danke für deinen Anteil an Philosophie :-)
      lg
      Danny

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