Montag, 13. Mai 2013

Was ist wichtig, was nicht?



Was erachten wir für wichtig und was nicht? Wichtig ist für die meisten Menschen das, was sie jeden Tag erleben. Arbeit, Familie und Freunde, Einkaufen gehen, Fortgehen, das ist es womit wir uns jeden Tag beschäftigen und unser Leben zum größten Teil in Anspruch nimmt. Das sind nur Beispiele, natürlich gibt es auch noch viele andere Dinge. 

Was uns allerdings nicht direkt betrifft, kann auch nicht so wichtig sein, nicht wahr? Politik zum Beispiel geschieht im Hintergrund, wir spüren sie nicht immer am eigene Leib. So lange wir genug Geld haben können wir uns auch erlauben zwischen wichtig und unwichtig zu entscheiden. Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen die viel zu viele Menschenleben fordern. All das betrifft uns ebenfalls nicht direkt. So lange es uns nicht schlecht geht, geht uns der Rest der Welt auch nicht wirklich was an. Wenn wir uns leisten können was wir wollen, warum sollen wir uns dann um die Geschehnisse auf der Welt, die tausende Kilometer weit weg sind, kümmern?

Tatsache ist doch, so lange es den Menschen in einigen Teilen der Welt gut geht, interessieren und engagieren sie sich nicht gerne für die Interessen anderer Menschen. Zum Glück gibt es aber auch Menschen, die das machen. Ich bin der Meinung, das Weltgeschehen geht uns Alle an. Vielleicht werden uns die großen Katastrophen nicht direkt treffen, aber wer weiß das schon genau? Auch hier haben viele Familien ihre Existenzen durch Unwetterkatastrophen verloren. Niemand kann die Zukunft vorhersagen.

Jeder Mensch ist Teil dieser Welt, somit auch für diese verantwortlich. Und nicht nur für sich selbst. Alles, was außerhalb unserer Wahrnehmung auf dieser Welt geschieht, betrifft uns nicht nur indirekt. Die Industrialisierung zieht viele Klimakatastrophen nach sich, viele Krankheiten und eine arrogante Gesellschaft. Wir sind mitten drin und tragen unseren Teil dazu bei. 

Woher wollen wir wissen, ob das was wir täglich machen richtig oder falsch ist, wichtig oder unwichtig? Wir können es erraten und hoffen, dass wir die richtigen Entscheidungen für uns treffen. Vielleicht sollten wir aber auch immer wieder darauf achten, ob unsere Entscheidungen im Einklang mit der ganzen Welt vereinbar sind. Das ist natürlich nicht einfach, aber machbar.

Für die Menschen ist es schon lange an der Zeit, sich auch als Weltbürger zu definieren, nicht nur als der kleine Mensch, der ohnehin nichts bewirken kann...

Kommentare:

  1. ich denke einmal, dass man zB mit Spenden oder auch Müllvermeidung/richtige Mülltrennung schon als einzelne Person etwas beitragen kann *g* tut dem armen Menschen gut und der Umwelt auch.
    liebe Grüße, Manu

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So ist es Manu, es geht nur um Kleinigkeiten. Niemand muss etwas tun, aber jeder kann. Danke für deinen KOmmentar :-)
      Lg

      Löschen
  2. Mittlerweile ist es wohl weniger die Industrialisierung als die Globalisierung, die gewisse Standards und die daraus resultierenden Katastrophen und Missstände, die du angesprochen hast, bedingt. Aber du hast Recht, es ist genau dieses Bewusstsein und der Weitblick, der den meisten Menschen fehlt und der unsere Gesellschaft derart ignorant macht.
    Du hast leider wirklich sehr treffende Worte gefunden...

    liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi,
      Dankeschön für deinen Kommentar. Für den Weitblick gehört natürlich auch Bildung und Interesse dazu. Mit der Globalisierung hast du schon recht. Ein einfaches Wort, aber was dahinter steckt wissen wohl nicht so viele Menschen.
      Liebe Grüße zurück :-)
      Danny

      Löschen
  3. Wundervolle Zeilen. Vielen Dank dafür.

    Ich persönlich nehme bei solchen Dingen immer gern Henry Dunant als Beispiel für einen einzelnen Menschen, der nachhaltig die Welt verändert hat und dessen Erbe das sogar bis heute tut. Sein Geist lebt weiter - seine Idee begeistert nach wie vor Menschen auf der ganzen Welt. Was heute eine der größten Hilfsorganisationen weltweit ist, wurde geschaffen, weil ein einziger Mensch sich auf einmal Gedanken um das Wohl der gesamten Menschheit gemacht hat.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi, dankeschön für deinen Kommentar und für das Kompliment :-)
      Henry Dunant ist definitiv ein Held, auch für mich. Und viele Menschen führen seine Vision fort. Er wäre bestimmt stolz darauf. Er hat sich nicht nur Gedanken um das Wohl der Menschen gemacht, er hat auch nach seinen Gedanken gehandelt. Da sieht man was ein einzelner Mensch bewirken kann. Damit hat auch er nicht gerechnet. Aber er hat es gemacht. :-)

      lg
      Danny

      Löschen
  4. sehr schoener text :)
    leider wird wohl eher immer die mehrheit sich in ihrer eigenen welt verkriechen, und solange da alles stimmt wird der rest um einen herrum gerne uebersehn.

    seit dem ich mich ehrenamtlich betaetige muss ich persoenlich sagen, das man auch sagen muss das man nicht "nur" was fuer die gesellschaft tut. sonder auch viel fuer sich selbst. man ist in einem tollen verein, umgeben mit gleichgesinnten, sozial gesehn tut man sehr viel fuer seine eigene seele. besser als die zeit die man uebrig hat alleine in den vier waenden zu hocken. wenn die menschen sich etwas mehr sensibilisieren wuerden.. dann gaebe es vielleicht mehr die sich ehrenamtlich engagieren.

    man gibt nicht nur man bekommt auch viel zurrueck. :)

    viele beschweren sich das sie alleine sind, und niemanden kennenlernen. das waere eine moeglichkeit. es jeden falls mal zu versuchen ist viel wert.

    toller blog.

    liebe grueße
    elo

    AntwortenLöschen
  5. Hi, dankeschön für deinen Kommentar und das Kompliment :-)
    Ich ziehe meinen Hut vor jedem Menschen, der sich ehrenamtlich engagiert und für andere Menschen wirklich etwas Besonderes macht. Man macht damit immer auch etwas für sich selbst. Das Gefühl kennt man, wenn man jemandem hilft. Jemandem aus der Familie oder einem Freund. Ist auch ein gutes Gefühl. Und damit hat man schon für sich selbst etwas getan.
    Versuchen kann man es immer, gebe dir absolut recht.
    Liebe Grüße zurück
    Danny

    AntwortenLöschen