Dienstag, 4. Juni 2013

Hell or High Water

...so ähnlich lautet der Titel eines Deep-Purple Live-Albums. Das ging mir kurz durch den Kopf als ich in den letzten Tagen die Bilder der Überschwemmungen in Österreich gesehen habe. Die Katastrophe ist nicht nur in diesem Land geschehen, auch in anderen Ländern Europas haben Unwetter viel Leid angerichtet.



Hier in Wien ist es weniger schlimm als in Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol. Diese Bundesländer hat es viel schlimmer erwischt, viele Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden und sehen im Moment einer ungewissen Zukunft entgegen. Wie geht es weiter? Wenn die Wasserstände wieder sinken, wie wird mein Haus dann aussehen. Welche Schäden gibt es. Kann ich alles was ich hatte, wieder aufbauen?

Klar ist, die Erfahrung wird bleiben. Niemand hat sie sich gewünscht, sie ist aber trotzdem da und muss erst einmal verarbeitet werden.



Auch hier in Wien ist die Donau hoch, ich habe heute einige Fotos davon gemacht. Es sind mehr Hochwassertouristen unterwegs als ich vermutet hatte. Fotografen überall, die Menschen möchten wohl dokumentieren wie es gerade an der Donau in Wien aussieht.

Ich war auch kurz dort und muss sagen, die Donau geht noch nicht über. Es fehlen allerdings nur etwa 10 cm bis zur Promenade, es sollte sich in den nächsten Stunden dort besser niemand aufhalten. An der Neuen Donau steht der untere Gehweg bereits unter Wasser. Auf den Fotos ist das gut zu sehen denke ich.



Ich hoffe dass allen Menschen, deren Existenzen gefährdet sind, so bald wie möglich geholfen wird. Und ich hoffe, dass Politiker, Behörden und Versicherungen sich nicht davor drücken werden, den Menschen das zu geben, das ihnen zusteht um wieder ein normales Leben zu führen. Sie haben genug durchgemacht und werden noch genug durchmachen. Das geht nicht so einfach aus dem Kopf, wenn überhaupt...

 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. Um ehrlich zu sein empfinde ich bei solchen "Naturkatastrophen" nicht sehr viel..

    Ich sehe die Nachrichten oder bekomme mit wie Kollegen in die Überschwemmungsgebiete vorrücken um zu helfen und denke bei mir nur: Das Schaffen der Natur wird schon richtig sein. Dieser Planet muss der Menschheit von Zeit zu Zeit doch zeigen, dass er die Oberhand hat.. und der Mensch ihm nicht überlegen ist. Das er ohne uns kann, aber wir nicht ohne ihn.

    Sicherlich, ich habe schon Mitgefühl für die Menschen die plötzlich weder ein noch aus wissen, weil sie vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Aber es hält sich tatsächlich sehr in Grenzen.

    In der Regel bleibt es bei Sachschäden und.. selbst wenn nicht, ist es der Lauf des Lebens.

    So kalt und abgeklärt das klingen mag: Bei allem was der Mensch der Natur angetan hat.. und noch antun wird.. ist das was uns durch Mutter Natur widerfährt nichts weiter als ein kleines Piksen.

    Wahrscheinlich sollten wir froh sein, wenn es dabei bleibt. Irgendwie sagt mein Gefühl, dass das auch irgendwie Gerechtigkeit ist.

    Immer wenn Menschen Menschen Böses tun macht mich das jedenfalls mehr betroffen.. als wenn die Menschen unter der Natur leiden.

    AntwortenLöschen
  2. Hi,
    es ist schon richtig, dass die Natur immer wieder den Menschen zeigt, dass sie nichts gegen sie anrichten können. Die Erde wehrt sich immer wieder gegen den Menschen. Nur stellt sich für mich die Frage gegen welchen Menschen sie sich wehrt. Sie holt sich meistens die Menschen zurück, die im Einklang mit der Natur leben. Ich denke da besonders an die 300.000 Tsunami-Toten in Indonesien, Indien und dieser Gegend.
    Die wahren Umweltvernichter und Klimavernichter bleiben von der Natur verschont. Da stellt sich für mich die Frage der Gerechtigkeit. Die Natur kennt kein Gut und kein Böse bei Menschen. Für sie sind alle gleich.
    Diese Umweltkatastrophen wird es immer wieder geben, vielleicht sogar noch in einem größeren Ausmaß als es bisher war. Ich kann aber nicht Gerechtigkeit darin erkennen, dass es Menschen trifft, die am wenigsten etwas dafür können.
    Mitgefühl ist eine meiner Eigenschaften. Nicht mit jedem Menschen habe ich es, aber mit Menschen, die Schicksalsschläge erleiden müssen, schon. Ich weiß, vielen Menschen auf der Welt geht es viel schlechter.
    Ich hoffe, dass ich so etwas nicht einmal selbst durchmachen muss. Dann würde es mir noch schwerer fallen darüber zu schreiben oder zu sprechen.
    lg
    Danny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Danny,

      du hast Recht. Es trifft meistens die Falschen. Dennoch. Opfer, die die Natur fordert, fallen für mich nicht so schwer ins Gewicht. Ich kann sie nicht als so schrecklich empfinden, wie zum Beispiel einen Terroranschlag oder andere durch Menschenhand verursachte Katastrophen.

      Ich weiß auch nicht, woher dieses Empfinden in mir rührt. Aber es ist da. Und ich denke es ist okay.

      Mitgefühl für die Verluste anderer zu haben und auch zu helfen, egal woher die Not stammt, das ist schon zu einem gewissen Maß selbstverständlich.

      Trotzdem sehe und fühle ich auch eine gewisse Schönheit in Naturkatastrophen. Und kann sie nicht nur als Katastrophe sehen.

      Klingt verwirrend. Es ist auch wirklich schwer, auszudrücken, was bei sowas in meinem Innern vor sich geht.

      Löschen
    2. Hi,
      es klingt keineswegs verwirrend. Ich verstehe deine Sichtweise dazu. Die Natur regeneriert sich dadurch irgendwie und erholt sich. Sie tut sich selbst ja nichts schlechtes damit an. Dass es Katastrophen gibt, wo Menschen andere Menschen vernichten ist richtig, auch ich sehe diese als viel schlimmer an. Da gebe ich dir recht.
      Deine Meinung dazu paßt schon und ich bin froh, dass man darüber diskutieren kann. Ich finde es schlimmer, wenn Menschen immer eine einzige Meinung vertreten, anstatt individuell zu denken. Das macht die Sicht auf die Welt vielseitiger. Ich mag das :-)
      Wenn man bedenkt dass bei Naturkatastrophen wie großen Vulkanausbrüchen, wo sich Lava über das Land legt, nachher alles viel besser wächst und auch Menschen davon profitieren dann gebe ich dir auch recht, aus einer Katastrophe kann was Gutes entstehen.
      Danke für deine Meinung und lg.
      Danny

      Löschen