Donnerstag, 13. Juni 2013

Rules of Life


Was genau sind die Regeln des Lebens? Gibt es welche und wenn ja wo sind sie?

Die erste Frage die mich hierzu beschäftigt ist, wer setzt diese Regeln? Ich bin der Meinung, dass wir uns Regeln und Grenzen im Leben zum großen Teil selbst setzen. Andere Regeln und Gesetzte werden uns seitens der Politik auferlegt. Mir geht es hier aber um die Grenzen, die wir uns selbst setzen.

Es gibt Menschen, mit denen geben wir uns gerne ab und es gibt jene Menschen, mit denen wir nichts zu tun haben möchten. Aus welchem Grund auch immer. Das ist meine Grenze. Ich fahre auf einen Turm um auf die Stadt zu blicken, herunterspringen (Bungee natürlich) würde ich aber auf keinen Fall. Da ist meine Grenze. Ich entscheide, was ich im Leben toleriere und was nicht, woran ich glaube oder zweifle, was ich sage oder lieber nicht, ob ich mutig bin oder nicht usw.

Grenzen und Regeln setzen wir uns immer wieder selbst. Und diese Grenzen sind in unserem Kopf. Ich glaube auch, dass diese Regeln die wir uns auferlegen, uns selbst und unseren Charakter ausmachen. Sie machen uns zu dem Menschen wer wir sind. Haben wir uns selbst keine Grenzen gesetzt, ist es genau so. Ich selbst habe meine Grenzen. Wenn ich nicht darüber nachdenke, dann fallen sie mir auch nicht auf. Sie sind einfach da, sie gehören zu meinem Leben eben dazu.

Das liegt viel an der Erziehung und Selbsterziehung, an unserer Erfahrung und unserem täglichen Umgang mit anderen Menschen. Die Grenze und Regel des Lebens ist also immer dort, wo ich sie mir hindenke. Stop! Bis hierher und nicht weiter. Das ist meine Grenze.

Trotz aller Freiheit hat das Leben also Regeln, Grenzen und Gesetze. Allerdings sind es die, die wir uns selbst setzen...

Kommentare:

  1. Du hast meine volle Zustimmung.

    Und doch gibt es leider Situationen, in denen die Regeln anderer wie eine Gehirnwäsche auf uns einwirken und wir sie damit automatisch zu unseren Regeln werden lassen.. Aus diesen quasi aufgezwungenen Denkmustern auszubrechen, fällt nicht jedem Menschen so leicht.

    Wenn man in seiner Kindheit so bearbeitet wurde (ich sage absichtlich nicht erzogen, denn mit Erziehung hat das manchmal gar nichts mehr zu tun), dann ist es schwer, später dagegen anzukommen und seinen eigenen Weg im Leben zu finden.

    Manch einer sucht ihn nicht mal...

    Eine traurige Wahrheit.

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    1. Hi,
      man kann sich wohl erst selbst über die eigenen Regeln des Lebens klar werden wenn mal darüber nachdenkt. Man muss sich also damit beschäftigen ob die Grenzen, die man sich setzt so wirklich gut sind, oder ob man da etwas dringend ändern muss.
      Es stimmt, dass andere Menschen einfach jeden Tag irgendwie dahinleben und sich nicht überlegen, wie weit man seine Freiheit auskosten soll.
      Liebe Grüße
      Danny

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    2. Manchmal.. da denken Menschen darüber nach, ob ihre Einstellung, die Regeln die sie haben, die richtige ist und finden heraus, dass sie es nicht ist. Aber geändert bekommen sie es trotzdem nicht. Oder nur sehr langsam und schwer.

      Ich habe das Thema zur Zeit sehr intensiv mit einer Freundin. Die furchtbaren Denkweisen ihrer Eltern haben sich so tief in ihr Innerstes gefressen, dass sie sie einfach nicht abgelegt bekommt. Obwohl sie selbst sagt, dass es für sie falsch ist..

      Sie fühlt sich durch das was ihr jahrelang vorgelebt wurde, wodurch sie geprägt wurde, so schlecht. Und trotzdem ist etwas in ihr, was verhindert das es vollkommen "Klick" macht und sie ihre eigenen Regeln aufstellt.

      Jaja.. die menschliche Psyche.

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    3. Wie man sieht, ist es doch nicht so einfach für jeden Menschen, schade. Ich hoffe sie kommt da bald raus.
      LG
      Danny

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  2. Manchmal müssen wir auch unsere eigenen Grenzen mal testen und vielleicht doch springen (bungee natürlich, aber wehe das seil ist zu lang!!) ?

    Aber oft ist es schon gut zu wissen, wo die eienen Grenzen sind und sich bis dahin gänzlich frei zu bewegen :-)

    Viele Grenzen kommen einfach aus dem Alltag, das müssen sollen und können schränkt uns ein und erst wenn wir wirklich mal Abstand finden, dann können wir es erkennen und vielleicht ändern!

    Wie du sicher gemerkt hast antworte ich nicht immer gleich.
    Das ist eine meiner Freiheiten, ich begrenze das bloggen und online sein auf ein paar Tage und bin die Rest der Zeit frei.
    Ich lese dann vielleicht online oder bastel an meinem Blog, aber beschäftige mich nur mit mir ud meinen Dingen.
    Das ist für mich ein großes Stück Freiheit!

    Einfach nur das tun, wozu ich im Moment Lust habe :-)

    Liebe Grüße und einen wundervoll sonnigen Tag wünsche ich dir!
    PS: Probier doch mal Lachs zum Kaffee ;-)
    Grenzen und so :)

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    1. Hallöchen,
      auch ein kurzes Bungee-Seil ist wohl nichts für mich. Angst vor der Höhe habe ich nicht, das stört mich nicht. Trotzdem muss ich es nicht haben.
      Diese Kurzgeschichte habe ich eigentlich geschrieben, und hoffentlich genug Freiraum zum Denken gelassen, damit die Leute sehen, wie knapp die Grenzen gesetzt werden die wir uns setzen. Die kann man noch weit auskosten, sehr weit...
      Man soll seine Grenzen sogar immer auskosten, und dabei so weit gehen wie möglich, sogar über die Grenzen hinaus.
      Ich weiß, dass es im Leben nichts gibt, das nicht möglich ist, aber das Bungee-Seil soll lieber dort bleiben wo es ist :-)
      Danke für deinen Kommentar. Ich komm zwar auch nicht immer dazu, aber ich habe Urlaub und vormittags viel Zeit :-P
      Danke für den Tipp mit dem Lachs ;-)
      Liebe Grüße
      Danny

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  3. Lieber Danny, schon beim Lesen der ersten Zeilen deines Post's ist mir direkt eines meiner lieblings Gedichte von William Ernest Henley - Invictus eingefallen :) Seine Worte "I am the master of my fate, I am the captain of my soul" haben mich immer daran erinnert dass ich selbst über mein Leben bestimme und mein eigener Herr bin ;) Hier das gesamte Gedicht:

    Invictus
    Out of the night that covers me,
    Black as the Pit from pole to pole,
    I thank whatever gods may be
    For my unconquerable soul.

    In the fell clutch of circumstance
    I have not winced nor cried aloud.
    Under the bludgeonings of chance
    My head is bloody, but unbowed.

    Beyond this place of wrath and tears
    Looms but the Horror of the shade,
    And yet the menace of the years
    Finds, and shall find, me unafraid.

    It matters not how strait the gate,
    How charged with punishments the scroll.
    I am the master of my fate:
    I am the captain of my soul.


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    1. Hi, danke für das schöne Gedicht. Du kannst mir gerne immer wieder ein wenig Poesie hier einbauen. Das gefällt mir :-)
      Auch William Ernest Henley hat aus der Dunkelheit herausgefunden.
      Liebe Grüße
      Danny

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