Mittwoch, 24. Juli 2013

Suspended Coffees


"Einen Kaffee für mich und einen suspended , Bitte." 
Das bedeutet, ich trinke einen Kaffee selbst und bezahle zwei. Der zweite und von mir mitbezahlte Kaffee ist eine Spende für einen bedürftigen Menschen.

Einige haben sicher schon von dieser Idee gehört. Leider ist in den österreichischen Medien sehr wenig davon zu lesen. Sie haben es auch nur deshalb aufgegriffen, weil die Idee von "Suspended Coffees" im Facebook viele Anhänger gefunden hat. Für mich bedeutet es, dass viele Menschen möchten, dass diese Idee in den österreichischen Cafés Einzug findet. 

Wer sich dafür interessiert kann sich im Facebook unter Suspended Coffees  darüber informieren. In anderen Ländern ist es bereits üblich, aber leider hinkt auch hier Österreich ein wenig hinterher wenn es um gute Ideen geht und darum für andere Menschen Gutes zu tun.

Warum es hierzulande länger dauert kann ich nicht genau sagen. Ich finde dennoch, der richtige Zeitpunkt ist gekommen um diese Idee auch hier aufzugreifen. Obdachlose und bedürftige Menschen gibt es in Wien genug, jeder von ihnen würde sich über einen zur Seite gestellten Kaffee freuen. Egal zu welcher Jahreszeit. 

Die Frage ist nun, was würde für die Wiener Kaffeehäuser dagegen sprechen? Ich bin überzeugt davon, diese Idee ist bis zu den Besitzern dieser Häuser bereits durchgedrungen. Was könnte also den Ausschlag dazu gegeben haben, dass es noch keine Suspended Coffees hier gibt? Wenn ich im Internet nachschauen will, wo es in Wien solche Cafés gibt, dann komme ich gerade mal auf eines im 2. Bezirk. Das war es auch schon. Sonst ist leider nichts zu finden.

Warum wird diese Idee hier noch nicht gelebt? Möchte man in den Kaffeehäusern keine Obdachlosen haben? Hat man möglicherweise Angst, sie könnten die Gäste verscheuchen? Kleiner Tipp: Dann gebt ihnen doch einfach einen "Coffee to go" mit. Es wäre also nur eine Ausrede.

Ich hoffe, es finden sich bald auch hier Cafés und Kaffeehäuser, damit sind auch die "Alt-Wiener" gemeint, die Suspended Coffees anbieten. Was habt ihr zu verlieren? Die Idee existiert, ihr könnt für einige Menschen etwas Gutes tun, und eurem Ruf wird es nicht schaden. Im Gegenteil, es kann sich nur positiv auswirken.

Denkt bitte darüber nach... 

Kommentare:

  1. Echt eine coole Idee?
    Wobei ich dennoch denke, ein fetter Burger wäre besser als Cafe :-D
    aber irgendwo muss angefangen werden.

    Bei uns in Karlsruhe gibt es auch ein paar Obdachlose, meistens bleiben die aber eher unsichtbar und ich komme wenn dann nur beim Bummeln mal in Ihre Nähe.
    Daher vergesse ich es einfach zu oft, wie schlecht es anderen in unserem Land geht.

    In San Francisco hatte ich es wirklich jeden Tag vor Augen und war ziemlich geschockt am Anfang, wie viele homless so unterwegs waren.
    Daher kann ich schon verstehen, wieso die Idee aus den USA noch nicht komplett hier rüber gekommen ist.

    Ich hab letztens zumindest meinen Teil beigetragen und mich an der "eine Tüte für 5 Euro" Aktion im Supermarkt mitgemacht.
    Da wurden Tüten mit den grundlegensten Lebensmitteln für 5 Euro angeboten, die man dann der Tafel spenden konnte.
    Habe ich sofort gemacht, fand ich super!

    Liebe Grüße
    Chrissy

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    1. Hi Chrissy,
      ja, die Idee finde ich einfach genial. Ich hoffe, die Cafés in Wien, die ich jetzt am Wochenende anschreiben werde, greifen diese Idee auch auf. Hier gibt es leider viele Obdachlose, ist ja auch eine große Stadt. Ich finde es manchmal erschreckend, mit welcher Arroganz man diesen Menschen begegnet. Andererseits sehe ich immer wieder wie einem Obdachlosen Essen oder etwas zu Trinken gespendet wird, oder einfach nur Geld. Einmal habe ich gesehen, wie eine junge Dame einem Obdachlosen beim Mäci ein Menü gekauft hat.
      Finde ich cool, dass du auch etwas dazu beigetragen hast. Man kann das natürlich nicht immer machen, für viele Menschen ist das Geld leider oft knapp. Ich kenne das selbst.
      Ich hoffe immer noch, dass Suspended Coffees, zumindest für den Anfang, hier in den Cafés ausgeteilt werden kann. Immerhin ist dieser Kaffee schon bezahlt, das Kaffeehaus schenkt also nichts her. Wenn sie keine Obdachlosen drinnen haben möchten, dann können sie ihnen auch einen Coffee-To-Go ausgeben. Möglichkeiten gibt es immer.

      Ich will ehrlich sein: Die Idee mit dem fetten Burger gefällt mir sehr gut. Einen Burger in Ehren kann keiner verwehren. Ein Burger am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen...na ja...das war jetzt vielleicht übertrieben. :-D

      Was mir bei dieser Idee einfach gefällt ist, dass die Hilfe direkt ankommt. Ohne Banken, ohne Konten und ohne irgendwelche Gebühren oder Steuern. Man bekommt oft auch ein Lächeln zurück. Dafür hat es sich für mich schon gelohnt. :-)
      Liebe Grüße

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