Samstag, 3. August 2013

Keine Zeit...


...zum Denken.

Der Mensch hatte schon immer den Drang alles Mögliche zu kontrollieren, so natürlich auch die Zeit. Diese ist natürlich nicht vom Himmel gefallen, vielmehr ist sie eine Erfindung der Menschen.

Es gab Zeiten, da konnte man die Zeit bestimmt sehr gut als Hilfe nützen. Man ist aber leider auch darauf gekommen, dass man die Zeit auch gegen die Menschen für eigene Zwecke nützen kann. Der Arbeitsplatz ist das beste Beispiel. Der Weg in die Arbeit kostet Zeit, der Acht- oder Neun-Stunden-Tag, der Weg nach Hause. Die meiste Zeit geht für die Arbeit drauf. Aber auch in der Freizeit kann man für viele Dinge viel Zeit aufbringen. Telefonieren, Interne, SMS schreiben, Fitness, Shopping und die sogenannte Weiterbildung (die niemanden wirklich bildet). Man hat natürlich das Gefühl, alles freiwillig und aus der eigenen Entscheidung heraus, das zu machen.

Das sind nur Beispiele, die man beliebig erweitern kann. Tätigkeiten, bei denen die Zeit zum Denken fehlt. Vielleicht möchten viele Menschen die Zeit zum Denken gar nicht haben. In diesem Fall sind sie die Lieblinge unserer Politiker und Mächtigen. Denn denkende Menschen können diese nun gar nicht brauchen.

Nein, sie geben uns mittels der Technik vor, wie unsere Zeit wirklich zu nützen ist. Denn wenn die Möglichkeiten da sind, dann wollen wir diese schließlich auch erkunden. Nur die Finger können wir nicht mehr davon lassen. Der Tag ist kurz, man hat aber trotzdem oft das Gefühl, sehr viele Dinge erledigt zu haben. Das ist nicht immer so, aber es kommt einem so vor. 

Wer Denken möchte, braucht Zeit für sich. Nicht nur das, er müsste sich auch über verschiedene Dinge Gedanken machen. Über sein Leben, über die Politik über andere Menschen. Was will ich und was nicht. Was brauche ich und was nicht. Was macht mir wirklich Spaß und worauf kann ich verzichten. Was habe ich bisher alles gemacht, das unnötig war. Zeitverschwendung also. Und was würde ich wirklich gerne machen? Denken hat noch niemandem geschadet, vielleicht findet man ja doch noch Zeit dafür. Es ist immer möglich, aus alten Mustern auszubrechen. Denken kennt keine Regeln und keine Gesetze. Es ist frei. Und damit ist es dem, was wir den ganzen Tag tun, weit voraus...

Kommentare:

  1. Hey,
    ich freue mich immer wieder über deine Kommentare, da sie dir entsprechen. Sie sind jedesmal durchdacht und aufmerksam. Danke dafür!

    Wieder einmal ein richtig tiefgründiger Text.
    Ich finde nicht nur problematisch, dass einigen die Bereitschaft zum denken fehlt, da es die Auseinandersetzung mit vielen auch negativen Facetten des Lebens bedeuten würde, sondern dass einem das eigenstände Denken durch Medien oder Autoritäten oft abgenommen wird und man vieles einfach so hinnimmt. Da wären wir gleich wieder bei dem Thema, das du bereits angesprochen hattest..

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    1. Hey,
      freut mich immer wieder einen Post von dir zu sehen und zu lesen. Du weißt bestimmt wie das ist, wenn man bei einem Portrait mit dem Blick plötzlich hängen bleibt und es sich genauer ansieht. Das ist bei vielen deiner Portraits der Fall und schon bin ich fasziniert. Dann schreibe ich auch was ich mir gerade in dem Moment denke. :-)
      Danke für deinen Kommentar dazu, ich finde das Auseinandersetzen mit sich selbst ist schon recht interessant. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Menschen Angst davor haben, was sie dabei herausfinden könnten. Und wenn man weniger weiß und weniger selbst entscheidet lebt es sich eben leichter.
      Jetzt beim Schreiben fällt mir gerade das Foto von dir ein, wo du im Übersiedelungskarton sitzt. :-)
      Liebe Grüße

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  2. Also wer sich von den Medien und der Außenwelt vom Denken abhalten lässt, der ist selber schuld.
    Ich habe eher das Problem dass ich den ganzen Tag nur nach denke und grüble was das Zeug hält und ich es von selbst nicht wirklich abschalten kann.
    Auch finde ich für mich,dass es viel zu wenig Zeit gibt und ich noch so viel Zeit haben kann,ich fühle mich immer als hätte ich nichts geschafft.Ich bräuchte einen 48h Tag und davon logischerweise nur einen Tag arbeiten und der Rest ist Freizeit :P
    Ach ja das wäre einfach zu schön^^

    Liebe Grüße

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    1. Hi :-)
      Es sind die meisten Menschen, die sich vom Denken abhalten lassen. Alle anderen sind in der Minderheit. Ich denke auch ständig, ich kenne das.
      Das Problem mit der Freizeit ist nun mal das, dass den Menschen die Arbeitszeiten so vorgegeben werden, dass davon nicht viel übrig bleibt. Ein 48-Stunden-Tag würde nicht viel nützen, man würde uns dann doppelt so lange arbeiten lassen oder länger. Und die Abhängigkeit von Geld lässt die Menschen nicht lange überlegen ob sie arbeiten gehen sollen oder nicht.
      Ganz viel Freizeit, das wäre wirklich schön. Solange ich nicht mehr habe, versuche ich immer das zu machen, was meiner Seele gut tut. :-)
      Sieh zu dass du bald eine coole Künstlerin bist und nutze dein Talent für dich. Vielleicht kannst du dann auch mal damit dein Geld verdienen. Ich halte dir die Daumen. :-)
      Liebe Grüße

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