Freitag, 13. September 2013

Spielwiese der Politik



Unsere Politiker dürfen sich derzeit nach Belieben austoben. Schließlich sind sie gerade so präsent wie sonst nie. Die Aufmerksamkeit und das Rampenlicht genießen sie voll und ganz und werden spielerisch mit allen Medien fertig. Schließlich hat man gelernt falsch in Kameras und Fotoapparate zu grinsen und viel zu reden ohne etwas zu sagen. Dass sich dafür niemand wirklich interessiert ist ihnen vollkommen egal. Hauptsache sie pflanzen sich in die Gehirne der Menschen ein, die sie wählen werden. Spätestens dann ist dieses furchtbare Schauspiel vorbei und sie können sich wieder so zeigen wie sie wirklich sind. Egoistisch und für niemanden außer sich selbst da.

Sie helfen sich mit Statistiken und zweifelhafter Glaubwürdigkeit. In jedem Winkel der Stadt und der Bundesländer sind die Kandidaten zu finden und erzählen ganz groß was sie nicht alles verändern und verbessern wollen. Nur wollen sie uns nicht erzählen wie sie das anstellen sollen, welche Menschen davon profitieren sollen und welche Menschen dafür ins Abseits rutschen werden. Man wird doch nicht so dumm sein und glauben, dass ihre Pläne für alle Menschen des Landes aufgehen werden. Es wäre also nett, wenn sie realistisch und glaubwürdig sagen würden, wer von ihren (schon seit Jahrzehnten gleichen) Parteiprogrammen etwas haben soll. Die Antwort wäre ganz einfach. Alle die bisher nichts davon hatten, werden auch zukünftig nicht am großen Kuchen des Staates mitnaschen dürfen, die Armen in diesem Land. Deshalb spricht man nicht über sie, man leugnet sie besser.

Mehr Belastung für die Armen, mehr Profit für die Reichen. Dazu gehören auch die Politiker, die sich mit den Steuergeldern den Bauch vollstopfen und dann mit großer Klappe darüber reden, wie gut es den Menschen in diesem Land geht. Davon haben aber die nichts, für die die Politik auch zuständig ist, Menschen die keinen Wohlstand kennen. Und es sind viele Menschen. Jeder, der schon einmal einen Spaziergang durch die Stadt gemacht hat, weiß dass es so ist. 

Machterhaltung ist den Politikern wichtiger, als den Wohlstand für alle Menschen in diesem Land auszuweiten. Dazu verhilft ihnen der Egoismus der Menschen, das Nichtverständnis für die gesamte Gesellschaft. Jeder wählt nur für sich selbst und so wie man selbst das Land gerne sehen würde. Oder man wählt einfach nur das kleinere Übel?

Das kleinere Übel zu wählen bedeutet nur „für sich selbst das kleinere Übel zu wählen“. Denn dieses kleine Übel kann für einen anderen Menschen das größte Übel sein. Wer wählt, der wählt aber in Wahrheit niemals für sich selbst. Wir treffen damit eine Entscheidung für sehr viele andere Menschen. Niemand interessiert sich für die Folgen einer Wahl und niemand lernt nach einer Wahl etwas dazu.

Die Politiker werden sich als Wahlsieger feiern obwohl sie in Wahrheit nur Verlierer sind. Keine Partei wird es schaffen mehr als 30 % zu bekommen. Es bedeutet nicht, dass man so viele Wähler für sich gewinnen konnte, sondern dass man mehr als zwei Drittel der Wähler gegen sich hat. Und das gilt für wirklich alle Parteien. Für mich ist es eine furchtbare Vorstellung von solchen Menschen regiert zu werden, von Politikern die so realitätsfremd sind wie eine baldige Invasion außerirdischer Lebewesen. Aber welcher Politiker bedenkt schon, dass so viele Menschen gegen einen sind?

Es gilt also: Nach der Wahl ist lange vor der Wahl. Niemand wird sich mehr für die Menschen interessieren, besonders nicht für die, die Hilfe brauchen und nur schwer überleben können. Für viele andere Menschen interessiert sich auch kein Politiker mehr. Sie sind dann die Mächtigen und können machen was sie wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Und alle anderen Reichen und Mächtigen können weiter machen wie bisher und alle anderen Menschen für Ihre Zwecke missbrauchen um noch reicher zu werden.

Kommentare:

  1. Wie sich das doch mit unserem Wahlkampf ähnelt; vielleicht sind die Prozentzahlen ein bisschen anders, aber unterm Strich gehts auch in D nur um Machterhalt, und ein gleichmäßig verteilter Wohlstand wird auch nach unserer Bundestagswahl wieder nur ein Traum bleiben - selbst wenn die Regierung wechselt. Ich mag es auch nicht, wenn Leute sagen: ich geh nicht zur Wahl, weil ich nicht weiß was ich wählen soll... Das sind genau Stimmen die vielleicht fehlen um doch eine kleine Änderung ins System zu bekommen...

    LG famje

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    1. Hi,
      ich glaube hier wird sich die Regierung nicht ändern. Auch die Prozentzahlen sind ziemlich genau die gleichen wir vor 5 Jahren. Allerdings ist das mit dem Nichtwählen hier vielleicht ein wenig anders, denn Nichtwähler können sich auch zu Protestwählern wandeln und genau dann falsch wählen. Sie wählen deshalb nicht, weil sie unzufrieden sind, so wie es jetzt läuft. Die Gefahr hier in Österreich ist leider groß, dass gerade diese Menschen die ausländer- und menschenfeindlichen Parteien wählen. Besser sie lassen es.
      Viele Menschen sind leider keine großen Denker, noch beschäftigen sie sich wirklich ausführlich mit Politik. Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind die Folge. Aber bald ist es soweit...mal sehen was rauskommt. Mit Überraschungen rechnet aber niemand hier.
      Liebe Grüße
      Danny

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  2. Ich erkenne auch viele Parllelen zum Wahlkampf in Deutschland. Ich bin wirklich sehr politisch interessiert, aber inzwischen hängt mir die immer gleiche Leier aus dem Halse heraus, welche sich die Politiker von ihren PR-Mitarbeitern haben schreiben lassen, um sie dann stolz in jeder nächstpesten Polittalkshow zu präsentieren.
    Allerdings klingt die Situation in Österreichen noch etwas bedenklicher, wenn du meinst, dass der Zulauf für Splitterparteien am extremistischen Ende größer werden könnte.

    Übrigens bin ich als fotobegeisterte Person immer sehr von deinen kreativen Bildern begeistert. Dir fällt immer etwas Neues ein, das finde ich super. ;-)

    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Hi,
      ja so ist das. Wenn man politisch interessiert ist wie wir es sind, dann weiß man schon ganz gut Bescheid wie alles abläuft. Ich finde, dass man den menschenfeindlichen Parteien, die hier in Österreich Liebe predigen aber in Wirklichkeit Hass schüren, keine Chance lassen darf. Leider profitierten sie immer wieder von Protestwählern was ich mehr als nur bedenklich finde. Es zeigt, wie die Menschen überhaupt nicht nachdenken bevor sie ihr Kreuz machen.

      Danke für dein Kompliment. Ich bin immer wieder bemüht, schöne Bilder zu machen. Ich porträtiere auch gerne Menschen, ich mache dies allerdings weniger für mich und für meinen Blog als zur Freude anderer Menschen :-D
      Muss mal bei dir reinschauen, habe dich schon vermisst.
      Liebe Grüße
      Danny

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  3. sorry, dass ich zu deinen politik texten so gar nichts schreibe.
    es ist einfach nicht meine welt und ich werde einfach immer nur wütend wenn ich sehe, wie ungerecht es doch in den großen Ländern mit ihrer Demokratie zugeht.

    Sonntag sind bei uns in Deutschland Wahlen, ich weiß noch immer nicht, wem ich meine Stimme geben soll!

    Das ich wählen gehe steht aber gänzlich auser Frage.
    Dieses letzte Grundrecht nehme ich immer dankend an :-)

    liebe grüße

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    1. Hey,
      du musst doch nichts kommentieren wenn das kein Thema für dich ist. Es wäre manchmal auch schön wenn es nicht mein Thema wäre, aber so viel Dummheit in der Politik muss ich manchmal einfach rauslassen. :-)
      Stimmt, eure Wahlen sind jetzt. Eine Woche später dann auch bei uns. Leider ist in den Zeitungen, im TV und auf den Plakaten nichts anderes zu sehen als diese dämlichen Politiker. Das regt mich eben auf. :-D
      Wir hätten ja eigentlich mehrere Grundrechte, leider sind die Menschen insgesamt keine gute Gemeinschaft um auf diese zu bestehen.
      Danke trotzdem für deinen Kommentar. Du gehörst eben doch zu meinen Lieblingsbloggerinnen hier. :-)
      Liebe Grüße
      Danny

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