Sonntag, 22. September 2013

Was steckt dahinter?



Steckt irgendetwas hinter dem, was ich den ganzen Tag so mache? Ich denke nicht lange darüber nach. Ich fahre zur Arbeit, esse, trinke und bewege mich. Vieles wurde schon zur Gewohnheit, also hinterfrage ich mein Handeln nicht. Hin und wieder versuche ich aus dem Alltag auszubrechen und mich mit Dingen zu beschäftigen, die ich sonst nicht mache. Oder Dinge, die ich zumindest selten mache.

Wenn möglich, suche ich mir immer wieder ein anderes Lokal wo ich Essen gehen kann, oder ein neues Café, das ich noch nicht kenne. Ich beschäftige mich zur Abwechslung mal mit Origami, höre neue Musik oder suche mir eine Veranstaltung auf der ich noch nicht war. Es liegt natürlich alles im Rahmen meiner Möglichkeiten. Großartige Ausbrüche aus dem Alltag sind im Moment nicht möglich.

Natürlich braucht der Mensch seine Regelmäßigkeiten, damit er weiß wo er im Leben steht. So ist es auch bei mir. Aber ohne Abwechslung kann das Leben nicht sein. Bevor ich im Alltagstrott verende, suche ich mir eben andere Beschäftigungen.

Nun ist es so, dass ich trotzdem nicht viel darüber nachdenke, einfach das mache was ich gerade mache und das auch nicht hinterfrage. So gesehen steckt nicht viel dahinter. Warum soll ich mir da noch groß Gedanken darüber machen?

Was ist aber wenn es Erlebnisse im Leben gibt, die so ungewöhnlich und bedeutend sind, dass man gar nicht anders kann als diese zu hinterfragen? Warum ist das gerade jetzt geschehen? Ist es nicht so, dass man erst so richtig darüber nachzudenken beginnt, wenn es nicht um die gewohnten Dinge des Lebens geht, sondern um die ungewohnten? Zwei Beispiele:

Man kann jahrelang unfallfrei mit dem Auto fahren. Das ist nicht ungewöhnlich und man denkt auch nicht darüber nach. Wenn aber einmal ein Unfall passiert, dann hinterfragt man schon wie dieser geschehen konnte, was dahinter steckt und welche Folgen dieser hätte haben können. Dann ist diese Frage wichtig.

Oder man lebt sein Leben lang schon seit jahrzehnten gesund dahin. Alles läuft bestens bis es einem dann plötzlich nicht mehr so gut geht und man feststellt dass man ernsthaft erkrankt ist. Es gab bisher wenig über die Gesundheit zu beklagen, hie und da ein paar Kleinigkeiten. Nichts womit man sich länger beschäftigen sollte. Eine ernsthafte Erkrankung kann man nicht einfach wegdenken, man hinterfragt, wie man diese bekommen konnte. Was habe ich übersehen? Dann muss ich darüber nachdenken.


Es muss wohl immer erst etwas geschehen, bevor man richtig über etwas nachdenkt. Aber oft ist es gar nicht anders möglich. Man kann nicht mit etwas rechnen, das möglicherweise geschehen wird und dann trifft es nicht ein. Man kann schon, das ist aber nicht so einfach. Erst wenn etwas geschieht, sind die Menschen verwirrt und dann suchen sie nach Antworten. Diese Antworten, die wir uns dann selbst geben, sollen uns helfen, besser mit unseren Gefühlen umzugehen. Ich bin keine Ausnahme…

Kommentare:

  1. ich glaube, dass du recht hast. wenn alles im leben nach plan verläuft denkt man nicht wirklich danach. es geschieht einfach so wie es sollte. man erkennt auch nur erst wenn es zu spät ist, was für ein glück man doch hatte, jahrelang unfallfrei gefahren zu sein oder jahrzentelang gesund zu sein.
    ich fidne es ist wichtig auch den kleinen taten am tag etwas tribut zu zollen

    Lady-Pa

    xoxo

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    1. Hi,
      danke für deinen Kommentar. Freut mich dass zu zu meinem Blog gefunden hast. :-)
      Ich gebe dir recht, es macht einen Menschen schon glücklich, wenn man die kleinen Freuden des Tages genießen kann und zu schätzen weiß.
      Es sind nur zwei Beispiele die ich angeführt habe, es gibt noch viel mehr. So viel Text wollte ich hier nicht schreiben, jeder Mensch hat so seine eigenen Erfahrungen damit.
      Es kann nicht schaden, in einem ruhigen Moment einmal über sich selbst kurz nachzudenken.
      Liebe Grüße
      Danny

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  2. Du triffst mal wieder einen guten Nerv !

    Manchmal frage ich mich schon, wieso ich morgens überhaupt aufstehe, besonders wenn der Tag mal wieder total unproduktiv oder todesnervig an mir vorüber zieht..
    In der Arbeit stellt sich leider einfach die Routine ein und es ist irgendwie immer das selbe.
    Daher bin ich froh, dass ich mich dann daheim mit meiner Kamera und auch meinem Blog sehr gut beschätigen kann.
    Oft denke ich wirklich nicht darüber nach wieso und weshalb ich etwas tue oder auch nicht.
    Das bloggen hat mir aber schon sehr beim Spiegelvorhalten geholfen und ich habe viel über mich gelernt.

    Gesundheit ist selbstverständlich, ich bin dennoch um jeden Tag froh, an dem ich gesund bin.
    Leider kenne ich zu viele Leute, die heute gesund waren und morgen sehr krank.
    Das ist glaube ich das Einzige, dass ich wirklich hinterfrage :)

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    1. Wir denken alle nicht genug darüber nach was wir so machen denke ich, aber es ist ja oft auch gar nicht notwendig. Aber wenn ich mal darüber nachdenke fällt mir schon ein, dass ich das was ich habe und was ich bin durchaus schätzen kann. :-)
      Siehst du, das Bloggen hat einen Sinn...ich finde das auch. Auch mir macht es Spaß zu bloggen, und ich habe nicht vor damit aufzuhören.
      Denken und Hinterfragen ist nicht immer so einfach und selbstverständlich...ich glaube wenn wir es müssen machen wir es ohnehin...
      Danke für deinen Kommentar, ich freue mich immer wieder von dir zu lesen :-D
      Liebe Grüße

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  3. Ehrlich gesagt glaube ich, dass die meisten Menschen generell zu wenig denken. Und dann mit solchen Gedanken auch relativ schnell überfordert sind. Insbesondere, weil sie sich schwer tun, aus ihren eigenen Denkmustern (dem Alltag der Gedanken, vielleicht..) auszubrechen.

    Gestern auf der Facebook-Chronik einer Freundin gab es eine kleine Diskussion darüber, dass sie vorhat, für ein viertel Jahr nach Japan zu gehen. Eine ihrer Bekannten fragte sie, ob sie keine Angst hätte - vor allem gesundheitlicher Art. Wegen Fukushima.

    Die beiden lieferten sich einen Schlagabtausch mit Pro und Contra Argumenten.. aber alles voll sachlich und pragmatisch. Bis ich irgendwann einwarf: "Vielleicht geht Jenny das Risiko einfach deshalb gerne ein, weil es ihr Traum ist und sie bereit ist, für ihre Träume sogar zu sterben." - und mit einem Schlag sagte diese Bekannte "Danke das ihr meinen Horizont erweitert habt.".

    Sie kam während der ganzen Diskussion einfach nicht auf den Gedanken, es könnte ein großer Traum sein, für den man eben gerne auch große Risiken eingeht. Sie sagte daraufhin, eigentlich unterscheidet sich ihre Einstellung gar nicht so sehr von der meiner Freundin - sie hat nur gänzlich andere Träume.

    Es kommt denke ich auch ganz arg darauf an, welche Prioritäten wir in unserem Leben selbst setzen. Vielleicht ist es einfach nicht die Priorität vieler Menschen, ihr Leben abwechslungsreich und bunt zu gestalten. Vielleicht fühlen sich manche in ihrem eintönigen, monotonen Leben wohl.. und wollen, dass es so bleibt.

    Vielleicht ist es manchmal auch einfach eine Sache der Betrachtungsweise. Was für mich eintönig wirkt, kann für andere vielleicht in den schönsten Farben schillern?

    Ich mag es, wenn du deine Gedanken schweifen lässt, Danny. :)

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    1. Hi,
      endlich gibt´s mal wieder was von dir. Habe dich schon vermisst. Du lässt aber auch lange auf dich warten. :-)
      Danke für deine Gedanken zu den meinen. Ich gebe dir recht, viele Menschen fühlen sich wohl un ihrer Eintönigkeit. Wenn sich nicht viel verändert, kann auch nichts schiefgehen. Oder sie fühlen sich nicht so wohl, es ist aber die bessere Lösung.
      Und das Auge des Betrachters ist natürlich immer ein anderes. Trotzdem bin ich auch der Meinung dass Denken mehr fördert als verhindert. Es schadet also in keinem Fall. :-)
      Ganz liebe Grüße
      Danny

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