Freitag, 4. April 2014

Gestern, Heute, Morgen


Ich lebe heute und in keiner anderen Zeit. Gestern ist vorbei und Morgen war noch nicht. Es ist die kürzeste Zeit in der die Menschen leben, das Heute. Es gibt viel Gestern an das wir uns erinnern können und viel Zukunft die wir uns ausmalen und planen können wenn wir wollen. Die Phantasie macht es möglich. Aber wie malt man sich das Heute aus, das Jetzt? Nicht so einfach, nicht wahr?

„It doesn’t matter if you’re black or white or where you come from…it matters where your head is.“ Dieser Satz stammt nicht von einem Philosophen sondern ganz einfach nur vom Sänger und Gitarristen der Band KISS, Paul Stanley. Keine Ahnung warum ich mir gerade diesen Satz über die Jahrzehnte gemerkt habe, er schien mir wohl wichtig zu sein. Und ich sehe das ebenfalls so. Es ist wichtig wo man mit dem Kopf ist.

Mit den Gedanken können wir nämlich in jeder Zeit leben, egal wer wir sind und wo wir herkommen. Wenn wir wollen auch in unserer Kindheit, Jugend oder bei unserer ersten Liebe. Ich erinnere mich sogar noch wie ich dabei gefühlt habe und wie ihr Parfum roch. Sogar das Gefühl, das ich bei Berührungen hatte ist noch in mir. Kennt das noch jemand von Euch? Das Leben so wie wir es hatten läuft in unseren Gedanken ab, mit allen Gefühlen und Erinnerungen. Dort können wir sein wann wir es selbst wollen und niemand kann es verhindern. Platz für Phantasie bleibt auch noch.

Auf das Gestern bauen wir unser Leben auf, aber auch auf das Heute und Morgen. Im Heute haben wir die Möglichkeit zu Lernen, uns weiter zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen. Hoffentlich die richtigen. Wenn nicht, dann müssen wir wohl Korrekturen vornehmen. Wir wissen bereits wie unser Gestern war, darauf können wir unser Leben aufbauen und dorthin lenken wohin wir es wollen. Heute leben wir so, wie es uns das Gestern gelehrt hat. Verändern kann ich das Gestern allerdings nur im Heute, ist ja logisch. Was vorbei ist, das ist vorbei. Wenn ich also etwas bewegen möchte, dann muss ich das heute machen.

Und so bin ich beim Morgen angelangt. Was genau soll das eigentlich sein, die Zukunft? Es ist die einzige Zeit in der ich noch nicht gelebt habe. Ich habe auch keine Erinnerung daran, trotzdem kann ich in meinen Gedanken dort sein. Das ist das Wunderbare an Gedanken und Phantasie, ich kann damit machen was ich will und in welcher Zeit ich will. Auch in der Zukunft, ich möchte sogar sagen gerade dort. Ich kann zwar nicht im Morgen leben, aber ich kann in meinen Gedanken immer dort sein wo ich will. In einer Stunde, morgen, übermorgen, in einem Monat oder in 15 Jahren. Ganz egal wann. Die Zukunft ist die einzige Zeit wo ich meine Phantasie voll und ganz einsetzen kann, ich kann sie aber auch ein wenig realistischer gestalten, wenn ich die auf meinen Erfahrungen aufbaue.

Da diese Zeit aber noch nicht ist, kann ich diese Gedanken natürlich nur im Heute haben. So kommen wir wieder zurück in die Zeit, in der wir wirklich sind. Trotzdem sind auch das Gestern und das Morgen in unseren Gedanken Realität. Da kann kein Film mithalten. Es liegt also an uns wie wir mit unserem Kopf diese guten und schlechten Erlebnisse verarbeiten. Was vorbei ist, können wir nicht ändern, wir können das Gestern nicht zurück drehen. Aber wir können heute etwas machen um anders zu handeln. Wir können alles was wir wollen in positive Erlebnisse umwandeln. Manchmal geht es langsam, es kann aber auch schnell gehen. Auf jeden Fall ist die Möglichkeit da.


Das schlechte Gestern hat weniger Bedeutung, wenn man verstanden hat, dass man heute lebt und die Welt sich trotzdem weiter dreht. Wir sind noch immer da. Was machen wir daraus?

Kommentare:

  1. Hey,
    ich habe gerade dank dem blog-zug deinen Blog entdeckt. (Ok um genau zu sein, weil du gestern die Buchstabensuppe besucht hast).
    Jedenfalls fand ich deinen Post zu "Gestern heute morgen" sehr interessant. Ich finde du hast das Thema gut aufgearbeitet.
    Ich würde aber sagen, dass man gar nicht sooo viele falsche Entscheidungen treffen kann, wie man dachte. Wenn man sich für etwas entscheidet und sich etwas "vermeindlich schlechtes" daraus ergibt, kann man aus der situation trotzdem mitnehmen, dass man weiß, dass man sich das nächste Mal anders entscheidne würde. (So und jetzt das Ganze mal mit einem Beispiel :-) ).

    Ich hab mal einen Tanzkurs für Standardtanz besucht. Ich tanze an sich gern, eine Freundin von mir hat mir schon mal positiv von einem Kurs berichtet, indem sie auch langfristige Freundschaften geknüpft hatte. Also dachte ich ich probier das auch mal aus. Mein Problem: Ich bin hochgradig sehbehidnert, brauche also länger um die Schritte zu lernen, folglich hat nicht jeder eine Freude daran mit mir zu tanzen.
    Da ich auch in die kleine Gruppe nicht wirklich hineingefunden habe, hab ich es bei dem Grundkurs belassen. Als eine schlechte Entscheidung den Kurs belegt zu haben, würd ich es trotzdme nicht bezeichnen. Ansosnten hätte ich mich nämlich immer gefragt, wie es wohl wäre einen auszuprobieren.

    So da Blog-Zug mich gerade deinen Blog nicht bewerten lässt, werde ich jetzt einfach mal regelmäßige Leserin um auf dem neusten Stand zu bleiben.
    viele Grüße deine Emma

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    1. Hey Emma,
      vielen Dank für deinen Kommentar und Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Ich freue mich, dich als neue Leserin begrüßen zu dürfen. :-)
      Du hast schon recht, man kann kaum falsche Entscheidungen treffen. Man merkt das schon wenn sie nicht richtig waren und kann das ändern. Das Leben beruht ja auf Erfahrungen und wir entscheiden selbst aus welchen wir lernen.
      Eigentlich witzig, aber ich teile deine Tanzkurs-Erfahrung. Es ist zwar schon lange her, aber mein Bruder und sein bester Freund haben mich überredet einen Single-Tanzkurs zu besuchen. Da kann man erstens tanzen lernen und zweitens Mädels kennen lernen. Na dann, auf zum Kurs. :-)
      So wie du, sind auch wir mit den Menschen dort nicht klar gekommen. Vielleicht nicht aus den gleichen Gründen aber der Tanzkurs war eine Katastrophe. Mein Bruder und sein Kumpel haben ziemlich schnell aufgegeben, ich selbst habe dann noch die Hälfte der Einheiten besucht, bis ich genervt aufgab. Aber wenn mich jemand fragt ob ich einmal in einer Tanzschule war, kann ich sagen: Ja, war ich. Aber gelernt habe ich dort nichts, na ja...den Wiener Walzer höchstens. :-)

      Ich bin jetzt übrigens auch Leser auf eurem Blog. Ich habe gesehen dass ihr erst im Februar begonnen habt, also Willkommen in der Bloggerwelt. Einige eurer Posts habe ich mir gestern schon angesehen, war aber noch lange nicht fertig mit Lesen. Da ihr eurer Team so genau vorstellt, werde ich mir mehr Zeit zum Lesen nehmen. Das Design und die Idee sind wirklich toll. Es wird nicht lange dauern bis sich euer Blog etabliert hat. :-)
      Ganz liebe Grüße aus Wien
      Dannny

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