Freitag, 2. Mai 2014

Das innere Licht - The inner light


Zufriedenheit ist ein kostbares Gut. Wenn man zufrieden ist, weiß man nie wie lange man es sein wird, also genießt man diesen Zustand. Ist man unzufrieden mit sich selbst, hat man den Wunsch und die Hoffnung, dass sich das ändert. Für jeden Menschen hat Zufriedenheit eine andere Bedeutung. Es lebt ja auch jeder Mensch sein eigenes Leben, nicht das eines anderen Menschen.

Zufriedenheit ist schwer zu genießen. Menschen sind heutzutage nicht leicht zufrieden zu stellen. Vor allem sind wir immer nur für eine kurze Zeit zufrieden. Es gibt immer Situationen im Leben, die eine Störung der Zufriedenheit verursachen. Und wir lassen uns nur allzu leicht aus der Bahn werfen. Wir sind immer nur deswegen für eine kurze Zeit zufrieden, weil wir immer mehr wollen, also nach immer mehr verlangen. Gut ist nicht gut genug. Es geht noch besser. Aber sobald wir nach Mehr verlangen, stellt sich wieder Unzufriedenheit ein.

Niemand außer uns selbst kann das ändern und darauf achten, dass wir zufrieden sind. Zufriedenheit mit sich selbst ist ein großer Glücksfaktor, keineswegs sollten wir diesen unterschätzen. Unzufriedenheit behindert den Weg zum Glück. Was man machen müsste um etwas zu verändern, ist vor allem, über sich selbst nachzudenken. Wann geht es mir gut und wann nicht? Als ich zufrieden war, wie war das eigentlich? Warum bin ich es zwischendurch nicht? Was ist geschehen, dass sich das verändert hat und was kann ich tun um wieder zufrieden zu sein?

Ich bin kein Experte für Zufriedenheit oder Glück. Jeder Mensch hat einen eigenen Ausweg aus dem Zustand der Unzufriedenheit, da bin ich mir sicher. Mein Zustand der Zufriedenheit dauert noch nicht so lange an. Mit mir selbst unzufrieden war ich viel zu lange und viel zu oft. Bis ich mich beschlossen habe, das zu ändern. Diesen Entschluss habe ich bewusst gefasst, denn für mich stand fest, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Wie genau es aussehen würde, das wusste ich nicht. Es war mir zu diesem Zeitpunkt auch egal. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich das Richtige mache. Mein Gefühl hat sich bestätigt, es dauerte eine kurze Zeit, aber jetzt bin ich ganz zufrieden. Scheint so, als müsse man sich an einen Zustand der Zufriedenheit auch erst gewöhnen.

Ich denke, ich habe mein inneres Licht gefunden. Warum ich es so bezeichne, weiß ich nicht genau. So sehe ich es einfach. Ein Zustand der Zufriedenheit ist wohl wie ein inneres Licht, das leuchtet. Zu wissen, dass es da ist, das ist schon ein gutes Gefühl. Das innere Licht gibt mir Ruhe oder Energie, was ich gerade brauche. Es lässt mich nicht erkennen was ich mache, dafür aber warum ich etwas mache. Es lässt mich den Menschen mit einem Lächeln begegnen, auch denen die keines wollen. Meine Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass das innere Licht dort bleibt wo es ist und leuchtet. Gute und schlechte Zeiten wird es immer geben. Ich habe nun die Hoffnung, diesen schlechten Zeiten besser begegnen zu können und diese so kurz wie möglich zu halten.

Wie bezeichnet ihr eure innere Zufriedenheit? Wie nennt ihr euer inneres Licht?

Kommentare:

  1. Ich hatte das Thema erst gerade gestern Abend wieder mit einer Freundin, und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass viele Menschen diesen 'Zufriedenseinzusatnd' wohl gar nicht akzeptieren können, und deswegen auch immer wieder (aus Angst?) ins Verderben rennen. Keinen Weg mehr zu sehen, was vielleicht auch Stillstand oder Langeweile bedeutet (was ich als solches allerdings nicht sehe), macht vielen Angst. Und jeder will doch irgendwie interessant sein...
    Das mit dem inneren Licht finde ich schön, das habe ich so noch gar nicht gesehen, dennoch weiß ich ganz genau, was du meinst! :)
    Liebe Grüße..

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    1. Hey,
      Dankeschön für deinen tollen Kommentar. Da sehe ich, dass es ein aktuelles Thema ist. :-)
      Es kann schon bei einigen Menschen so sein, möglicherweise bei vielen. Wenn man zufrieden ist, dann stimmt etwas nicht. Zufrieden zu sein, bedeutet aber nicht, dass das Leben jetzt so immer weiter geht wie es ist. Ich selbst bin zufrieden, wenn sich immer wieder etwas ändert. Das ist ganz normal denke ich. Das Leben geht immer weiter und den Weg kenne ich jetzt noch nicht. Aber ich bin bereit für Veränderungen. :-)
      Das mit dem inneren Licht fand ich ganz schön und habe es zu einer kleinen Geschichte gemacht. Ich kann mir immer schön vorstellen wie es leuchtet. :-)
      Liebe Grüße
      Danny

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  2. Lieber Danny,
    dein Post hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ich würde mich, in der Regel als ziemlich zufriedenen Menschen bezeichnen. Das war aber nicht immer so, es hat viele Jahre gedauert meine innere Ruhe zu finden. Manchmal habe richtig Mitleid mit Menschen in meinem Umfeld, die oft sehr unzufrieden wirken und das sind in der heutigen schnellebigen, hektischen Zeit nicht gerade wenige. Ich kenne nicht viele, die eine innere Ruhe haben. Den Zustand vollkommener Zufriedenheit kann man aber vielleicht auch gar nicht erreichen, da es immer wieder Sachen gibt, die einem nicht so gut gelingen und die einen dann unzufrieden machen. Aber genau hier sollte man nicht resignieren und es einfach nochmals versuchen, um eine größere Zufriedenheit zu erlangen. Eigentlich ist Zufriedenheit eine reine Kopfsache und der beste Ansatz ist, anzustreben, selbst etwas zu ändern bzw. die Waagschale so zu halten, dass das größere Gewicht immer auf der Zufriedenheit liegt. Ich denke, ich habe mein inneres Licht auch gefunden und ich hoffe, dass es so bleibt.

    Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche
    Petra

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    1. Hey Petra,
      Dankeschön für deinen Kommentar. Zufriedenheit ist immer ein vorübergehender Zustand wie man sieht. Mal geht es einem Menschen weniger gut und dann wieder besser. Tiefs sind genauso vorübergehend wie Hochs. Zufriedenheit ist Kopfsache, genau so ist es. Hektik und Unzufriedenheit gibt es überall um mich herum, es ist schon eine Kunst selbst ruhig zu bleiben :-)
      Wenn es mir mal nicht gut geht weiß ich immer, dass es nur vorübergehend ist. Mein inneres Licht, oder meine eigene Zufriedenheit, ist immer in mir. Und mittlerweile kann ich es wann immer ich will fühlen. :-)
      Ich bin sicher, dein inneres Licht bleibt dir. Wenn du weißt dass es da ist hast du schon alles richtig gemacht. :-)
      Ganz liebe Grüße und dir auch eine schöne und hoffentlich warme Woche.
      Danny

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  3. Wollte schon so lange hier schreiben, weil ich den Beitrag mal wieder wirklich schön finde.

    Das mit der Zufriedenheit ist schon so ne Sache. Und wie du schon schreibst, ich glaube der Mensch an sich ist allgemein schwer zufrieden zu stellen. Vielleicht liegt es auch ein wenig an der ganzen Gesellschaft. Jeder will besser sein, als der andere, will mehr erreichen, mehr besitzen, schönere Sachen haben, erfolgreicher sein....Das alles ist irgendwie so eine richtige Ellbogen-Gesellschaft geworden, dass es schwer ist sich damit zufrieden zu geben was man hat, weil man sich dann doch irgendwie immer mit anderen vergleicht.
    Das ist so schade, denn eigentlich könnte man morgens aufwachen und sich jeden Tag sagen: "Hey, das Leben meint es gut mit mir!" .. Denn wenn man tief in sich rein schaut, kann man glaube ich schon sehr häufig erkennen, dass das Leben gar nicht so mies ist.
    Auf der anderen Seite glaube ich gehört eine gewisse Unzufriedenheit in dem Maße dazu, dass man danach strebt es mal besser zu haben. Das finde ich ein Stück weit ok, aber man sollte trotzdem nicht vergessen sich auch mal über Kleinigkeiten zu freuen.
    Sonne die durchs Fenster fällt, eine liebe Nachricht von einer wichtigen Person, ein Lob, ein gutes Essen, ein schöner Tagesausflug.

    Ich für meinen Teil kann sagen, auch wenn es im Leben immer Höhen und Tiefen gibt, habe ich mir mittlerweile den Punkt erarbeitet, wo ich sagen kann - ich bin glücklich und zufrieden mit mir selbst - und das ist die richtige Ausgangssituation um sich über kleine und große Gesten zu freuen und auch anderen Menschen Glück und Freude mit kleinen Aufmerksamkeiten zu bescheren.

    Viele Grüße ins schöne Wien<3

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  4. Hey,
    es liegt schon sehr viel an der Gesellschaft, diese Unzufriedenheit. Man lässt sich leicht mitreißen, obwohl man weiß dass das einem nichts bringt. Konkurrenzkampf überall...so wie du richtig schreibst. Und Menschen vergleichen sich einfach, um zu sehen wo sie selbst stehen. Ohne Vergleiche geht´s also auch nicht.
    Die Schwierigkeit liegt darin, das alles beiseite zu lassen und sich über sich selbst klar zu werden. Was will ich, was kann ich, was macht mich zufrieden? Wann war ich zuletzt wirklich zufrieden? Und so weiter...
    Ich freue mich auch über die gleichen "Kleinigkeiten" (die ja eigentlich ganz groß sind), über die du hier geschrieben hast...Sonne durch das Fenster, wenn sich ein lieber Mensch meldet, ein Lob, ein gutes Essen, vielleicht einfach nur ein toller Song :-)
    Schön zu lesen dass du glücklich und zufrieden bist, so soll es auch sein. :-)
    Vielen Dank für deinen ganz lieben Kommentar, es ist immer wieder schön Kommentare von dir zu lesen. Sie machen mir Freude...gehört wohl zu diesen ganz großen Kleinigkeiten ;-)
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Wien ins schöne Bayern
    Danny

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