Donnerstag, 27. November 2014

Träume verändern die Welt


Ich öffne meine Augen und sehe den blauen Himmel vor mir, ein paar kleine Wolken sind auch da. Ich finde mich in einer Wiese liegend wieder, das Gras ist schon recht hoch, aber es riecht gut. Es ist warm, ich trage eine kurze Hose und ein Shirt. Keine Ahnung, wie ich hier hergekommen bin, aber da bin ich jetzt. Also richte ich mich ein wenig auf um mir die Gegend um mich herum anzusehen. Die Landschaft ist wirklich schön, es kommt mir vor, als hätten wir Frühling oder Sommer. Die Sonne scheint und der leichte Wind weht mir den guten Duft der Natur in die Nase, ich atme also ganz tief ein. Aber wo bin ich da?

Rechts ist ein kleiner Wald, vor und hinter mir ist eine Wiese und dahinter sehe ich Felder, auf der linken Seite ist ein paar Kilometer weiter eine Großstadt zu sehen. Ich bin ein wenig verwirrt und weiß nicht genau wo ich bin, die Gegend ist mir unbekannt, die Stadt auch. Ich nehme den einzig logischen Weg und mache mich auf in Richtung Stadt. Eine Straße suche ich vergebens, an der ich mich orientieren kann, trotzdem gehe ich weiter. Irgendwie habe ich weder Hunger noch Durst, fühle mich aber sehr gut, obwohl ich nicht weiß was dort auf mich zukommt. 

Bei der Stadt angekommen, sehe ich Straßen und hohe Häuser, ich sehe aber keine Autos oder Menschen. Sie ist leer. Irgendwo muss aber eine Menschenansammlung sein, denn ich höre Stimmen, die aus dieser Stadt kommen. Also gehe ich in diese Richtung weiter, vielleicht weiß ich ja dann wo ich bin. Je weiter ich in die Stadt hinein gehe, desto lauter werden die Stimmen, mir fallen aber noch andere Dinge auf. Die Straßen sind breit und sind auf beiden Seiten mit vielen Bäumen und Sträuchern geschmückt. Ich komme an großen Parks vorbei und die Stadt wird immer grüner. 

Was mir ganz besonders auffällt, es stinkt nicht. Keine Autos, keine Industrie, das ist durchaus seltsam, aber es ist so. Ich bin in der Innenstadt angekommen, es wimmelt von Menschen. Sie sehen ganz normal aus und gehen auf den Straßen und auf dem Gehsteig spazieren, sie liegen im Park und genießen das schöne Wetter. Trotz des Gewimmels kann ich keine Hektik spüren, es scheint den Bewohnern hier gut zu gehen. Und wieder bemerke ich...es gibt keine Autos, keine Busse, keine Motorräder. Fahrräder sehe ich und ein paar Leute, die damit fahren. Die Ampeln leuchten nicht, offensichtlich werden sie auch nicht gebraucht.

Ich weiß aber noch immer nicht wo ich bin, also gehe ich auf einen jungen Mann zu und frage ihn in welcher Stadt ich denn hier bin. Er antwortet nur: "Wie kannst du nicht wissen wo du bist?" und geht weiter. Na schön, er will es mir nicht sagen also gehe ich in den Park und frage einen älteren Herrn ob er mir denn sagen könnte, in welcher Stadt ich hier bin. Er antwortet: "Wo glaubst du denn, wo du hier bist, hä?". Seltsame Antworten bekomme ich hier. Ich sehe mich um, kann aber keine Schilder erkennen. Keine Straßennamen, ich erkenne auch keine Sehenswürdigkeiten, auf Autokennzeichen kann ich nicht schauen, es gibt ja keine Autos. Einmal versuche ich es noch und sehe im Park zwei junge Damen in der Wiese liegen und frage: "Entschuldigt bitte, meine Damen. Könnt ihr mir vielleicht sagen, wo ich hier bin und welche Stadt das ist?" Zu meiner Verwunderung sagen sie: "Ja, klar können wir dir sagen wo du bist. Du bist genau dort, wo du sein willst. Und wir sind auch hier." Sie sehen sich an, lachen gut gelaunt und legen sich wieder in die Wiese zurück.

Ich sehe mich um und denke mir: Sie haben recht. Ich bin wirklich dort, wo ich sein möchte. Hier gefällt es mir, hier möchte ich sein. Ich kenne zwar niemanden, aber das wird sich noch ändern. Auch wenn ich nicht weiß, was mich hierher gebracht hat, es gefällt mir und jetzt möchte ich auch nicht mehr weg. Also frage ich die beiden Damen: "Wie sieht´s aus? Darf ich euch Beiden Gesellschaft leisten?". "Ja, aber sicher.", lautet die Antwort und ich setze mich zu ihnen in die Wiese und wir unterhalten uns.

Ab diesem Zeitpunkt kann ich mich leider an nichts mehr erinnern, weil ich aufgewacht bin. In der Realität wieder angekommen, stehe ich auf, schalte die Kaffeemaschine ein und denke mir...warum sieht die Welt nicht so aus, wie ich sie gerade gesehen habe?

Kommentare:

  1. Lieber Danny,
    schöner Traum! und das gleiche habe ich mich auch schon oft gefragt, warum die Welt nicht so schön sein kann? Vor allem kann ich in meinen Träumen meistens fliegen...das hätte schon was! ;-)

    Wünsche dir ein schönes Adventswochenende
    liebe Grüße
    Petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,
      es kann ja schön sein und wenn sie nicht so ist, dann träumt man sie sich eben. :-)
      Ich konnte bisher noch nie in meinen Träumen fliegen, das wäre auch mal interessant finde ich. :-)
      Auch dir einen schönen Adventsonntag.
      Liebe Grüße
      Danny

      Löschen
  2. Hey,
    ein sehr schöner Text.
    Während des Lesens habe ich mich gefragt, ob es sich hier "wirklich" um einen von dir geträumten Traum handelt, oder ob du auch unter die Hobby Autoren gegangen bist :-).
    Ich träume auch oft, kann mich aber selten so klar an Dialoge erinnern. Meistens bleiben nur Wortfetzen hängen. VIelleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung des Traumes.
    viele Grüße
    Emma

    AntwortenLöschen
  3. Hey Emma,
    Dankeschön, es war tatsächlich ein Traum, den ich mir am nächsten Tag beim morgentlichen Kaffee aufgeschrieben habe um ihn nicht zu vergessen. Ich erinnere mich sonst fast nie an einen Traum. Unter die Hobby-Autoren gehe ich auch noch, allerdings habe ich in den letzten drei Jahren Stoff für ein Sachbuch gesammelt :-)
    Mal sehen, Träume mit Fortsetzung gibt es. Bin gespannt, bisher war das noch nicht der Fall :-)
    Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Kommentar.
    Danny

    AntwortenLöschen
  4. ein wirklich sehr schöner text! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi
      und Dankeschön :-D
      Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Sonntag Abend.
      Liebe Grüße
      Danny

      Löschen
  5. Hallo lieber Danny :),
    schöner Text :), leider befinde ich mich grad auch in so einer Situation, viellt. magst du dich ja mal bei mir per E-Mail melden dann erzähle ich dir gern worüber es geht. :)
    lg Sabrina :) * P.S. hast du hangouts ?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Sabrina,
      Dankeschön. Ich schreib dir mal eine Mail, dann kannst du es mir erzählen wenn du möchtest.
      Liebe Grüße
      Danny

      Löschen